Erfahrungsbericht: Thomas Izgin bei der Micromata

Der Anwendungsbezug hat nicht gefehlt!

Wer Mathematik studiert, der fragt sich sicherlich irgendwann: „Wo bleibt die Anwendung? Wofür lernen wir diese Theorie?“ Nun, nach der Zeit in der Micromata ist mir etwas klarer geworden, dass es darauf nicht ganz so stark ankommt.

All die Theorie und Beweise helfen dabei, strukturiert zu denken und sich selbst zu organisieren. Unser Team bestehend aus vier Menschen – darunter 3 Mathematikstudenten und 1 Physikstudent – war sehr strukturiert und das auf eine angenehm selbstverständliche Art und Weise. Wir sollten diese Website erstellen, was anfangs noch eine unklar definierte Aufgabe war, denn niemand von uns wusste genau, welche Funktionen diese Website mit sich bringen sollte.

Wir hatten lediglich die sogenannten „Userstories“, d.h. die Wünsche des Kunden – in diesem Fall also die Wünsche von Herrn Prof. Meister und Frau Prof. Borromeo Ferri. Auch brachten wir vier mangelhafte Kenntnisse in den Computersprachen mit, die für die Programmierung einer solchen Website notwendig sind. Kurz um: Es schien, als wäre alles vage formuliert und niemandem klar, was wie umzusetzen sein sollte.

Aber mit der Unterstützung von fähigen Mitarbeitern der Micromata konnten wir uns ein realistisches Ziel für die Zeit in der Micromata stellen: Wir entschieden uns, die Website mit einem „Baukasten“ zusammen zu bauen, anstatt alles selbst zu programmieren.

Aber dennoch mussten wir zunächst eine gesamte Woche investieren, um herauszufinden, wie genau die Website aussehen soll und welche Funktionen sie haben muss – mitunter haben wir uns alle dasselbe Bild von der Website gemacht. Danach ging aber alles schnell: Wir arbeiteten uns in das Baukasten-Programm namens WordPress ein und erstellten die Website, immer begleitet durch unsere Betreuer der Micromata, welche sehr hilfsbereit waren.

Generell war der Aufenthalt in diesem Unternehmen sehr angenehm und die Menschen sehr freundlich. Für jeden, der in der IT-Branche tätig werden will, ist dieses Unternehmen wirklich nur ans Herz zu legen!

Ich hingegen habe das nicht vor. Auch wenn der Aufenthalt aufschlussreich und schön war, so weiß ich dadurch zwar, dass mich der Industrie- und Wirtschaftszweig als Arbeitgeber nicht mehr so entsagen, wie es vor dem Praktikum war, allerdings möchte ich weiterhin mit dem Ziel studieren, irgendwann zu lehren. Denn mich interessiert die Theorie und ich habe Freude daran, es anderen zu vermitteln.

Danke aber an die Micromata dafür, dass sie mich davon abgehalten hat, den Schlüssel zur Tür in die Wirtschafts- und Industriewelt wegzuwerfen.