Erfahrungsbericht: Eric Kutscher bei der Micromata

Durch das Praktikum habe ich erkannt, dass ich kreativ arbeiten kann und will!

Weil ich Physikstudent bin, musste ich nach meiner Studienordnung kein Pflichtpraktikum machen. Doch ich hatte bereits im ersten Semester den Wunsch, ein Betriebspraktikum zu machen. Ich wollte Erfahrungen in der echten Welt – außerhalb von den Hörsälen der Uni – machen. Ich war mir unsicher, wohin mich mein Weg nach meinem Studium führen würde. Ich wusste nur, dass ich auf keinen Fall in der Uni bleiben will.

In das Projekt kam ich durch den Kontakt mit Thomas, der das gleiche Praktikum gemacht hat wie ich. Er erzählte mir davon, dass noch ein Platz im Projekt MINTERFACE (damals noch InterFACE) frei sei. Also habe ich mich mit Professor Meister getroffen, um ihm mein Interesse an dem Projekt mitzuteilen. Es war überhaupt kein Problem und ich war plötzlich Teil des Teams.

Witzigerweise habe ich mir vorgenommen, in den Sommersemesterferien 2016 programmieren zu lernen. Die Tatsache, dass für dieses Praktikum Programmierkenntnisse erforderlich waren, machte das Praktikum für mich noch attraktiver.

Im Betrieb angekommen, wurde ich zunächst sehr freundlich begrüßt und mir wurde direkt ein Heißgetränk und „das du“ angeboten. Da habe ich mich direkt wohl gefühlt. Der Umgang der Mitarbeiter untereinander, die flachen Hierarchien in der Firma und das kostenlose Obst und die Getränke waren für mich unerwartet, haben mich also sehr positiv überrascht.

Neben der absolut entspannten und warmen Arbeitsatmosphäre hat mich der Fortschritt des Projekts begeistert, der Schritt für Schritt nachvollziehbar war. Wir haben die volle Verantwortung für unser Projekt bekommen und durften selber ausprobieren. Das hat echt Spaß gemacht! Das hieß jedoch auch, dass wir uns um die Konzeption und Planung der Website vollständig kümmern mussten. Dabei habe ich gelernt, dass gute Planung und klare Kommunikation im Team extrem wichtig für ein gutes Produkt sind. Wegen unseren kaum vorhandenen Kenntnissen im Webprogrammieren mit JavaScript oder PHP mussten wir beim Errichten der Seite jedoch auf ein Baukastensystem namens WordPress zurückgreifen. Deshalb habe ich leider nicht wirklich die Chance gehabt, meine Programmierkenntnisse auszubauen.

Doch ich habe etwas anderes gelernt: Durch das Praktikum habe ich erkannt, dass ich kreativ arbeiten kann und will! Es hat mir sehr viel Freude bereitet, die Webseite selber mitzugestalten – sowohl in ihren Funktionen, als auch im Design. Das detaillierte Arbeiten in Bezug auf viele unwichtig erscheinende, aber für den Benutzer wichtige Kleinigkeiten hat mir Spaß gemacht. Ich kann mir nach diesem gelungenen und erfahrungsreichen Praktikum wirklich vorstellen, später mal in einem ähnlichen Beruf zu arbeiten – auch wenn das untypisch für Physikabsolventen ist.